Otto Rehhagel und die Rente mit 72

20 02 2012

Alle großen Leistungen und Geschehnisse in der Geschichte hatten Ihre Symbole, die weit über den Tag und das Ereignis hinausreichen sollen.

Die Pyramiden der Ägypter, die Elefanten Hannibals, das Kreuz der Christen. Die Griechen sind ohne Marathon kaum denkbar, und noch heute, 2.502 Jahre später, gelingt es Ihnen, die internationale Gemeinschaft mit einem Verhandlungsmarathon zu zermürben.

Die Diskussion um die Unbezahlbarkeit unserer Renten und Pensionen als Ergebnis wirtschaftlicher Fehlplanung in den 60er, 70er Jahren und der demographischen Entwicklung währt seit Jahrzehnten und hat Ihr Symbolstempel längst aufgedrückt: „Die Renten sind sicher„. Immer neue Anläufe werden gemacht, dem Volk die wenig guten Aussichten zu verdeutlichen, aber alle bisherigen Symbole hatten die Strahlkraft eines DIN A4 Leitz-Ordners: Rürup, Riester. Das taugt alles nicht zu Neuanfang und Begeisterung.

Ich denke, Angela Merkel wollte noch vor der leidigen Neuwahl des Bundespräsidenten wenigstens dieses Thema ein- für allemal mit einem Banner versehen und hat Otto am Freitag angerufen. Drei Fliegen mit einer Klatsche, keinem wäre es mehr zuzutrauen als Otto dem Großen: Berlin in der ersten Liga halten, Arbeit auch jenseits der 70 als Glückstaumel und nicht zuletzt die verfahrene Situation im deutsch-griechischen Verhältnis wieder geraderücken.

Und der alte Philosoph und „demokratische Diktator“ hat sofort verstanden und die Herkules-Aufgabe angenommen.





Eine Studie der EU stellt den ganzen Unsinn des Biosprits heraus

15 02 2012

„Eine von der EU in Auftrag gegebene – und von einem renommierten internationalen Forschungsinstitut erstellte – Studie ergab jetzt, dass der Biospritboom nicht nur umweltschädlich sei. Obendrein vermehre er durch die geänderte Landnutzung den globalen Ausstoß der inkriminierten Treibhausgase. Klimaschädliche Klimapolitik.
Die Biosprit-Lobby reagierte umgehend: Der Anbau erfolge umweltgerecht, alles sei zertifiziert, hieß es. Was so weit stimmen mag: Bei uns wird kein Urwald abgeholzt. Wir müssen aber seit Neuestem Getreide importieren, nutzen fremden Boden für unsere Nahrung, weil Deutschland zur Monokultur für Energiemais verkommt. Und je mehr wir Schwellenländer nötigen, verstärkt Bioenergie zu verwenden, desto weiter fressen sich Sojaplantagen in den Regenwald Borneos und anderswo. Umweltpolitik paradox.“

Ulli Kulke in der WELT von heute. Hier der ganze Artikel …….





Der Regenwald stirbt für „klimafreundliche“ Heizungen

3 02 2012

Was leider sehr viele Menschen nicht wahrhaben wollen und im Überschwang ökologischer Begeisterung nicht an sich heranlassen. Vielleicht wird der eine oder die andere ein wenig nachdenklicher.

PlanetWissen … hier mehr





Das wirkliche Verbrechen des Tatort

3 01 2012

Sonntag war es wieder mal soweit: Die Kommissare des ARD-Tatort nehmen den Kampf auf gegen das Böse in der Welt.

Da in den Redaktionsstuben der gebührenfinanzierten Anstalten im wesentlichen der neuzeitliche Gutmensch sitzt und ausgehalten wird versteht sich das Böse von selbst: Unternehmer, Pharmaindustrie, Fleischesser, Luftverschmutzer, Atomkraftbefürworter und alle, die noch Diesel tanken statt Strom. Klar auch, dass der Mörder immer einen deutschen Pass hat. Falls doch mal ein Migrant zur bösen Tat schritt, dann war er – na logo – selbst nur Opfer.

Und so sitzen die Damen und Herren in den Redaktionsstuben und sinnen Woche für Woche neue Umerziehungsprogramme aus. Wo muss noch was getan werden am falschen Bewusstsein? Dann schnell ein Tatort-Drehbuch ausgeheckt. Und diesmal war mal wieder die eklige, böse Fleischindustrie dran. Ganz im Sinne des stalinistischen, sozialistischen Realismus war auch der Unternehmer eine Karikatur des Bösen und selbst für das einfachste Gemüt sofort erkennbar als Volksschädling. Dann noch ein paar einfältige Dialoge dazugemischt, zwei, drei „Pointen“ die so abgestanden waren wie Gammelfleisch und fertig ist eine Sendung, die so spannend war und interessant wie eine Berichterstattung des Neuen Deutschland über einen Parteitag der SED.

Deshalb freue ich mich immer auf einen guten, altbackenen, englischen Krimi, der nicht als Sozialkundeunterricht konzipiert ist sondern das tut, wofür man abends die Glotze einschaltet: er unterhält. Die Moral mache ich mir als erwachsener Mensch schon selbst.





forum:green – der empeiria Blog

18 09 2009

Die Historie von empeiria hat viel mit IT und neuen Technologien zu tun – da liegt es nahe, dass wir mit diesen Themen auch die Zukunft besetzen möchten. „Social Media“ hat sich längst durchgesetzt auch in der geschäftlichen Kommunikation, Blogs sind zur schnellsten und intensivsten Form des Austauschs mit allen Interessierten mutiert. Sie haben die Gelegenheit, uns auch ein wenig privat zu erleben und mit uns das zu diskutieren, was Sie geschäftlich und im täglichen Leben bewegt und fordert. Wir freuen uns, dass auch bekannte Journalisten auf forum:green schreiben wie Wilhelm Kötting, bis vor kurzem Chefredakteur von Bloomberg TV. Los geht es nächste Woche, die Tastaturen glühen ….








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